


Foto durch Bernadeta Galus

Geht man die Straßen Danzigs hinunter, fällt es nicht schwer zu erkennen, dass Danzig eine maritime Stadt ist. Verzierungen in der Form eines Schiffes, Seetiere oder sogar ganze Hafenszenen sind üblich. Gaststätten sind in der Art von Hafenkneipen gestaltet, Geschäfte bieten meeresbezogene Artikel an. Die kostbarsten unter ihnen sind neben Bernstein, Gold- und Silberschmuck: Danzig war über Jahrhunderte hinweg durch sie berühmt.
Die Geschichte vieler Gebäude ist mit Schiffahrtsangelegenheiten eng verbunden: es gab das Stapel-Steueramt, das sich im Rathaus befand (die Stapelsteuer war eine Festmachgebühr auf Waren, die über das Meer im- und exportiert wurden), das benachbarte Gericht des Arthurs, diente als Treffpunkt der Kauf- und Seeleute und später als Börse. Der Brunnen des Neptun vor dem Gericht des Arthurs war ein Tribut an den antiken Meeresgott.
Kapellen in vielen Kirchen sind Heiligen gewidmet, die sich um die Seeleute kümmern sollen, die gerade auf See sind. Eine der neuesten ist die Stella Maris (Seestern - der Name von Jungfrau Maria) Kapelle, gegründet 1980 in der St. Maria Basilica von Andrzej Bohomolec, einem Seemann dessen Reise an Bord einer kleinen, drei Personen Yacht nach Chicago im Jahr 1933 als wichtigste Unternehmung in der Geschichte des polnischen Segelns anerkannt wird.

