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  1. Musee Portuaire (Dunkerque)
  2. Besuch im Musée Portuaire
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Mehr über: Kabeljau-Fischerei in Island

 

In der Mitte des 19.Jahrhunderts war Dünkirchen der wichtigste Fischereihafen für Kabeljau in Frankreich. Jedes Jahr im März, machten sich 130 Schiffe und mehr als 2.000 Seeleute aus Dünkirchen und Belgien zu einem 6-monatigen Fischzug nach Island auf. Wetterbedingt dauerte die Fahrt zwischen 8 und 15 Tagen. In isländischen Gewässern angekommen, suchte der Kapitän einen ergiebigen Kabeljauschwarm und ließ das Schiff treiben. Nun konnten die Fischer, Schulter an Schulter stehend, ihre Angeln auswerfen.

 
 
 


Der Schooner Capricieuse verläßt den Hafen um Dorsch zu fischen.
Aquarell von Orlando Norie, April 1875. Musée portuaire Sammlung.

 


Der Schooner La Dunkerquoise zurück vom Dorschfang campaign
Aquarell von Orlando Norie, Autumn 1875. Musée portuaire Sammlung.

 
 
 


Dünkirchener Fischer fischen nach Dorsch in isländischen Gewässern.
Aquarell von Napoléon Conseil (1837-1871). Musée portuaire Sammlung.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab man die Fischerei mit der Leine aus verschiedenen Gründen auf: Arbeitslöhne waren gestiegen, die Konsumenten bevorzugten frischen statt gesalzenen Fisch und die ersten Trawler von englischen und deutschen Reedereien tauchten in isländischen Gewässern auf. Der Kabeljau wurde rar. Das letzte Fischerboot von Dünkirchen landete 1938 an. Dennoch sind einige Traditionen der Island-Fischerei bis zum heutigen Tag lebendig.

 

War der Schwarm groß, waren die Arbeitstage lang. Das Leben und die Bedingungen an Bord waren hart, die Besatzung musste Kälte, ständige Feuchtigkeit und schlimme Stürme ertragen, was manchen Seemann das Leben kostete. Die Techniken beim Fischen und die Verarbeitung des Fisches in Dünkirchen unterschieden sich von der der Bretonen. Die Fische wurden mit der Leine gefangen, sofort gesäubert, gesalzen und in Holzfässer verpackt.