MarMuCommerce
  1. Deutsches Schiffahrtsmuseum
  2. Deutsches Schiffahrtsmuseum
  3. Ausgewählte Exponate
  4. Die Bark SEUTE DEERN
EnglishDeutschFrancaisPolskiCatalanItaliano
Map

Mehr

 

Die SEUTE DEERN wurde 1919 in Gulfport, in den USA, als ELISATBETH BANDI gebaut. Als Viermast-Gaffelschoner für die Holzfahrt hatte sie große Ladepforten am Bug. Mit seinen Maßen erreichte das Schiff die Grenzen der in einer Holzkonstruktion mögliche Größe.
1931 wurde das Schiff nach Finnland verkauft, um dort unter dem Namen BANDI Holz nach Dänemark zu transportieren. 1938 erwarb die Hamburger Reederei Essberger das Schiff. Durch einen Umbau bekam das Schiff eine neue Takelung als Bark mit einer Masthöhe über Deck von 37,50 m und 1418,60m² Segelfläche. Für die neue Verwendung als Schulschiff wurde des Weiteren ein Deckshaus gebaut. Auf Grund des zweiten Weltkrieges konnte das Schiff unter seinem neuen Namen, SEUTE DEERN, nur eingeschränkt im Ostseebereich fahren.
Nach dem Krieg war die SEUTE DEERN kurze Zeit Kriegsgefangenlager, dann Hotel- und Restaurantschiff.
1954 wurde sie nach Delfzijl in den Niederlanden verkauft, um dort unter dem Namen PIETER A. KOERTS zur Jugendherberge umgebaut zu werden. Bereits zehn Jahre später wurde sie wieder unter altem Namen als Restaurantschiff nach Emden geholt, wo sie 1965 sank. Ein Jahr später wurde sie von einem neuen Besitzer nach Bremerhaven gebracht. Hier liegt sie seitdem im Bereich des Alten Hafens, dem heutigen Museumshafens.
1972 erwarb die Stadt das Schiff und übergab es dem DSM als erstes Museumsschiff. Nach mehrfacher gründlicher Sanierung bildet es heute den weithin sichtbaren Mittelpunkt der Museumsflotte und ist zum Wahrzeichen Bremerhaven geworden. Seit 1996 kann man sich an Bord der SEUTE DEERN trauen lassen.

Themenbezogene Links:

Barcelona: Der Schooner Santa Eulàlia
Danzig: Dar Pomorza
Dünkirchen: Duchesse Anne


Foto: Archiv DSM

 

SEUTE DEERN unter dem Hakenkreuz

Foto: Archiv DSM