Der Tradition nach wurde Taras um 706 v. Chr. von einer Gruppe von Siedlern aus Laconia in einer Region gegründet, die von den Japigie dicht besiedelt war. Die neue Siedlung fühlte sich zu Sparta zugehörig. Tradition und archäologische Forschungen bestimmen das Ende der einheimischen Siedlungen Tuna Rock und Castelluccia Tower als zwischen den Jahren 700 bis 680 v. Chr. gelegen. Die Bewohner der Siedlungen Amastuola und Saturo hingegen überdauerten die Siedlungsbestrebungen der Griechen.

Die beiden ersten Jahrhunderte (7. und 6. Jahrhundert v. Chr.) waren durch starke Expansionsbemühungen geprägt. Gleichzeitig wuchs der Einfluss der Siedlung auf die Region. Das besetzte Gebiet umfasste das gesamte Küstengebiet bis zu den Hügeln von Taranto Murge. Die Ureinwohner waren nun versklavt und wurden als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft genutzt.
Gegen Ende des 6. Jahrhunderts war auch bei den Bauwerken, besonders den Privathäusern, ein Fortschritt zu bemerken. Dies zeigt sich an den noch vorhandenen Grabstätten der Aristokratie, die den zeitgenössischen Häusern nachempfunden wurden. Zwischen 520 und 470 v. Chr. baute man große rechteckige Räume. Die Dächer wurden, wie in den Wohnhäusern üblich, mit Dorischen Säulen gestützt. Der Reichtum der Stadt lässt sich anhand der Grabbeigaben bemessen.

