Das Erscheinungsbild der großen Ländereien veränderte sich um 1700. Die Neuorganisation des Umlandes, das Anwachsen der Vororte, die bauliche Veränderung der Stadt, führten zu einem Prozess, der bereits 1600 begonnen hatte.
Die Steuererlasse von 1746 erklärten 20% der Bevölkerung zu Seeleuten. Der Rest der Bevölkerung waren arme Fischer, die in Turipenna lebten, dem populärsten Teil der Stadt. In den engen Gassen wurden allerlei Geschäfte getätigt, Textilmanufaktur, Seilereien und der Handel mit Anglerzubehör.
Auch wenn ein Viertel der Bevölkerung mit Fischerei zu tun hatte, diente diese lediglich der Sicherung des Lebensunterhalts. Eine Industrie entwickelte sich hieraus noch nicht. Von 700 Seeleuten hatten der ein Boot, 178 waren Matrosen und 493 verrichteten die im Zusammenhang mit der Fischerei anfallenden Arbeiten. Sie waren in den dem Klerus gehörenden Muschelzuchten beschäftigt.
Lediglich die wenigen Fischzuchten, die erfolgreich wirtschafteten, exportierten ihre Erzeugnisse.
Die Fischzuchten, die im Mar Piccolo lagen, waren in Sektionen aufgeteilt, die man “piscarie” nannte. Auf Grund der vorherrschenden klimatischen und hydro-geologischen Bedingungen, waren sie produktiver als andere Fischzuchten im Golf von Tarent.




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Taranto aus der Sicht Chastelet, Druck, der in Sain-Non veröffentlicht wurde (1781-1786)
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H. Swinburne, Taranto vom Mar Piccolo gesehen