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  1. Musee Portuaire (Dunkerque)
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Besuch in der Stadt

 

Seit ihrer Gründung im 9. Jahrhundert, war die Stadt Dünkirchen (der Name bedeutet: Kirche in den Dünen) unter der Herrschaft der Grafen von Flandern, den Herzögen von Burgund, dem Königshaus von Österreich und den Königen von Spanien oder England. Erst 1662 wurde Dünkirchen französisch, als Luis XIV die Stadt von den Engländern kaufte.

 
 

Der Leughenaer Turm

 


Blick des Fischerdocks circa 1876
Ölgemälde. Musée portuaire Sammlung

 

Der Leughenaer Turm, der am Fuß der historischen Dockanlagen steht, erinnert an diese ferne Vergangenheit.
Es ist das älteste Monument Dünkirchens. Gebaut in den Anfängen des 15. Jahrhunderts während der Herrschaft der Grafen von Burgund, diente er dem Schutz vor einer möglichen englischen Invasion. Er war ein Teil einer Festungsmauer, die insgesamt 28 Türme und 8 Stadttore hatte.

 
 
 

Neben der Schutzfunktion diente der Leughenaer Turm auch als kleiner Leuchtturm, um die Schiffe sicher in den Fischereihafen von Dünkirchen zu leiten.
Der Name „Leughenaer Turm“ bedeutet eigentlich „Lügenturm“. Dies führte zu verschiedenen Erklärungen. Eine der Geschichten, die sich um den Namen des Turms ranken, besagt, dass der Turm mit einem Irrlicht dazu diente, Schiffe auf eine Sandbank auflaufen zu lassen, so dass sie dann geplündert werden konnten. Eine andere Erklärung des Namens ist, dass die Turmuhr durch einen Sturm beschädigt wurde und nie die richtige Zeit schlug.
1754 wurde der Turm den Hafenlotsen überantwortet und 1759 komplett umgebaut. Sogar ein neuer Boden wurde 1824 eingebaut, um Dünkirchens ersten Leuchtturm zu beherbergen, der genutzt wurde, bis er 1843 von dem Risban Leuchtturm abgelöst wurde.

 


Der Leughenaer’s Kai 1902
Postkarte. Musée portuaire Sammlung

 
 
 


 


 

Die Stadt erwarb den Turm als Zeugen der maritimen Vergangenheit im Jahr 1966. Der achteckige 28 Meter hohe Turm ist nunmehr denkmalgeschützt und dient als Hauptverwaltung der „association Accueil des Villes Francaises“, die Neubürger in Dünkirchen betreut.

Fotos : AGUR