Hervorgegangen aus dem Wunsch der ehemaligen Dockarbeiter, das Andenken an ihre Arbeit lebendig zu halten, öffnete das Musée Portuaire 1992 seine Pforten.
Gelegen im Citadel Quarter, in der einladenden Gegend eines einstigen Tabaklagers, die über Jahrhunderte der Mittelpunkt des Hafenlebens war, erzählt das Museum die Geschichte von Dünkirchen, einem großen strategisch wichtigen Hafen.

Die Bark Duchesse Anne festgemacht vor dem Museum
Foto : AGUR
Einst eine spanische Festung, wurde Dünkirchen von Vauban zu einer unbezwingbaren Zitadelle ausgebaut. Einige Jahrhunderte war es dann eine Furcht erregende Korsarenstadt, bevor sich die Stadt dann zu dem wichtigsten französischen Hafen für die Kabeljaufischerei wurde. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Dünkirchen als Heimathafen der A.D. Bordes Kap Horniers registriert und war dann das Herzstück der Operation Dynamo.
Die Ausstellung führt durch die spektakuläre tausendjährige Geschichte von dem ursprünglichen kleinen Fischerdorf bis zu dem heutigen geschäftigen industriellen und kommerziellen Hafen, der sich an der 17 Kilometer langen Küste entlang zieht. Sie beschreibt auch das Leben derer, die mit dem Hafen verbunden sind: Isländische Kabeljaufischer, Segelmacher, Reeder, Kapitäne und viele andere.
Ein großer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der gegenwärtigen Arbeit im Hafen und dem Handel, dem er seine Wichtigkeit verdankt. Sie zeigt den Hafen als „Marktplatz“, der sich stetig verändert und wächst.
Die letzte Ausstellung zeigt eine Sammlung von Schiffsmodellen, die repräsentativ sind für die Entwicklung vom Schooner des 18. Jahrhunderts bis zum großen Containerschiff.
Im Dock vor dem Museum schwimmt eine einzigartige Sammlung von Schiffen, die die maritime Geschichte des 20. Jahrhunderts dokumentieren.